Um 17:00 Uhr hatten sich zwei BDB Mitglieder zur Besichtigung und
Führung
durch den Neubau des Bundesministeriums für Gesundheit in Bonn-
Duisdorf an
der Einlasspforte am Schiefelingsweg eingefunden und es wurden bis
17:15
Uhr auch nicht mehr.
 Herr Baudirektor Dipl.-Ing. Reinhard Schlieper, Referatsleiter im
Bundesamt
für Bauwesen und Raumordnung, führte uns sodann mit Herrn Dipl.-Ing.
Jürgen
Hoffmann, Projektleiter des BBR, dem Objektleiter als Vertreter des
Architektenbüros Petzinka Pink Technologische Architektur, Düsseldorf
Herrn Dipl.-Ing. Dortschy und dem örtlichen Bauleiter des
Architekturbüros,
Herrn Dipl.-Ing. Kral zum Eingangsbereich des Gebäudes, wo die
Besichtigungsführung begann.
Die neu angelegten Rasenflächen waren schon als Folge der feuchten Wetters
prächtig gewachsen und die Außenanlagen ließen erahnen wie sich
alles in
fertigem Zustand erleben lassen wird.
Das Gebäude wurde nach einem Entwurf des Architekturbüros Petzinka
Pink
Technologische Architektur gebaut, die den Wettbewerb zwischen August
und
November 2004 für sich entschieden hatten.
Der Baukomplex besteht aus einem 13-geschossigen Hochhaus, das längs
von
einem sechsgeschossigen Gebäudeverband flankiert wird. Verbunden
werden die
beiden Gebäudeteile durch ein zweigeschossiges Verbindungsbauwerk
mit 2
Geschosse hoher Vorfahrt, in dem künftig die Bibliothek ihren Platz
finden
soll. Mehr als 9 000 Quadratmeter Hauptnutzfläche auf einem doppelt so
großen Gelände wird den Mitarbeitern des Ministeriums künftig zur
Verfügung
stehen. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen rund 28 Millionen
Euro.
Besonders interessant fanden wir die vorgehängte Fassade aus 40 cm
tiefen
waagerechten Betonbalken und senkrechter Fenstergliederung,
Verglasung von
der Decke bis zum Fußboden und ca. 60 cm breiten Zwischenelementen aus
Aluminium, die ab dem siebten Geschoss in einem geringeren Mass
manuell zu öffnen sind.
Die zweigeschossig gestaltete Eingangshalle über die gesamte Breite des
Verbindungswerks erschien dem Betrachter durch die doppelte Höhe gar
nicht
so groß. Im Erdgeschoß ist die Bibliothek des Ministeriums
platziert. Im 1.
Obergeschoss sind über der Bibliothek einzelne Besprechungsräume
vorgesehen.
Die Faltwände zwischen einzelnen Besprechungsräumen ermöglichen im
Bedarfsfall durch Öffnen flächenmäßig größere Besprechungsräume.
Die meisten Büroräume der Bediensteten wurden in Raumgrößen von 11
m² bis 25
m² entsprechend der Nutzung erstellt. Es wäre für den Leser zu
viel, wenn
ich über die Einzelheiten der Ausstattung der Räume und der Führung
berichten würde, dies ist bei persönlichem Dabei sein eher zu erleben.
Vom 12ten Geschoss hatten wir einen imposanten Blick auf Bonn und
konnten
bei dem schönem Wetter am Besichtigungstag sogar den Kölner Dom ganz
in der
Ferne sehen.
Das Gebäude ist so konzipiert, dass im Falle eines eventuellen
Wegzugs des
Bundesministeriums für Gesundheit nach Berlin die Räumlichkeiten
auch einer
normalen Büronutzung zugeführt werden können.
Wir gingen trotz der so geringen Beteiligung unserer BDB-Mitglieder
um ein
Besichtigungserlebnis und auch fachliche Bereicherung auseinander und
nach
Hause.
Zu danken haben wir Herrn Baudirektor Dipl.-Ing. Reinhard Schlieper
für die
durch Ihn mit Herrn Dipl.-Ing. Jürgen Hoffmann durchgeführte
Führung durch
das Gebäude.
|